Neuer Betreiber für metropolradruhr plant Ausbau des Leihradangebots
Stefan Kuczera, RVR-Beigeordneter Regionale Planung und Entwicklung, und Signe Storgaard Sørensen, Chief Operating Officer von Donkey Republic, präsentieren das neue metropolradruhr.

© RVR/Kreklau

Der dänische Anbieter Donkey Republic hat zum 1. April das System „metropolradruhr“ übernommen. Geplant ist eine deutliche Erweiterung in mehreren Städten der Region.

Im Ruhrgebiet hat ein Betreiberwechsel beim Fahrradverleihsystem stattgefunden. Seit Anfang April verantwortet Donkey Republic das Angebot. Ziel ist ein deutlicher Ausbau der Infrastruktur. Neue Städte sollen hinzukommen. Auch das Angebot an Rädern wird erweitert. Perspektivisch sollen zusätzliche Fahrzeugtypen integriert werden.

Bislang ist das System in 13 Kommunen aktiv, darunter Bochum, Essen und Dortmund.

Nach Angaben des Regionalverband Ruhr sollen bis Ende September weitere Städte folgen. Dazu zählen unter anderem Moers, Neukirchen-Vluyn sowie Kommunen im Kreis Recklinghausen. Insgesamt soll sich das Netz auf mehr als 1.000 Stationen mit rund 5.700 Rädern erweitern.

Neue Fahrräder und zusätzliche Angebote

Die neuen Fahrräder werden schrittweise eingeführt. Zunächst werden stark frequentierte Stationen ausgestattet. Bis Ende April sollen alle bestehenden Standorte umgestellt sein.

Neben klassischen Leihrädern ist ab Sommer auch die Einführung von Pedelecs und E-Lastenrädern geplant. Damit wird das Angebot um weitere Mobilitätsformen ergänzt.

Für die Ausleihe ist künftig die App von Donkey Republic erforderlich. Nutzerinnen und Nutzer können darüber verfügbare Fahrräder finden und entsperren.

Auch das Abstellen erfolgt digital. Nach der Fahrt wird das Fahrrad über die App wieder verschlossen. Die grundlegende Nutzung bleibt damit ähnlich, wird jedoch technisch angepasst.

Tarife und Entwicklung des Systems

Im Standardtarif kostet die Nutzung einen Euro pro Stunde. Alternativ gibt es Monats- und Jahrestarife mit täglichen Freiminuten.

Das System „metropolradruhr“ besteht seit 2010. Koordiniert wird es vom Regionalverband Ruhr gemeinsam mit Kommunen, Verkehrsunternehmen und weiteren Partnern.

Mit dem Betreiberwechsel soll das Angebot künftig stärker genutzt und weiterentwickelt werden.