
ETB Miners gewinnen Playoffs der Pro A
(c) André Steinberg
Ein historischer Basketballabend in der Sporthalle Am Hallo lässt das Ruhrgebiet beben. Die Korbjäger drehen das Finale gegen Ulm sensationell.
Vor 2.182 Zuschauern in der Sporthalle „Am Hallo“ haben die ETB Miners Essen Vereinsgeschichte geschrieben! Mit einem überragenden 94:53-Erfolg gegen die Orange Academy sichern sich die Miners im zweiten Finalspiel der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB nicht nur den Meistertitel der Saison 2025/26, sondern krönen damit auch den bereits im Vorfeld besiegelten Aufstieg in die ProA. Nach dem deutlichen 36-Punkte-Rückstand aus dem ersten Finalspiel hatten einige Stimmen den Titel schon abgeschrieben – doch die Miners bewiesen einmal mehr, dass sie genau die Mannschaft sind, die Spiele und nun sogar Finalserien drehen kann. Von Beginn an war spürbar, dass Essen an diesem Abend eine klare Antwort liefern wollte.
Erstklassiger Basketball im Ruhrgebiet lockt die Fans nach Essen
Die Miners verteidigten aggressiv, kontrollierten die Rebounds und fanden offensiv immer wieder starke Lösungen gegen die junge Mannschaft aus Ulm. Früh setzte sich das Team von Headcoach Lars Wendt zweistellig ab und ließ der Orange Academy kaum Möglichkeiten, in ihren Rhythmus zu kommen. Besonders die Intensität in der Defensive wurde schnell zum entscheidenden Faktor. Auch nach der Halbzeit blieb Essen konsequent und fokussiert. Statt den Vorsprung nur zu verwalten, baute das Team die Führung weiter aus und begeisterte die Zuschauer mit leidenschaftlichem Teambasketball.
Hohe Energie, klare Strukturen und starke Teamaktionen prägten das Spiel der Miners. Spätestens im Schlussviertel war deutlich, dass dieser Abend nicht mehr kippen würde. „Das war der krönende Abschluss einer grandiosen Saison. Herzlichen Glückwunsch an die Mannschaft, die gestern über 40 Minuten gekämpft und diesen Rückstand tatsächlich noch gedreht hat. An diesen Abend werden sich wohl alle Zuschauerinnen und Zuschauer noch lange erinnern. Respekt auch an Ulm für diese starke Serie. Jetzt gehen wir in die Planung für die ProA – und freuen uns darauf, viele von euch in der nächsten Saison wiederzusehen.“ So bilanzierte Headcoach Lars Wendt den historischen Erfolg überglücklich.
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(c) André Steinberg
Spannende Aufstiegshelden der BARMER ProB feiern in der Sporthalle Am Hallo
„Ein unglaublicher Abend, wie es ihn so selten wieder geben wird. Auch wenn Ulm nicht mit Bestbesetzung und nur mit sieben Spielern angetreten ist, muss man erst einmal ein Spiel mit 36 Punkten Rückstand gewinnen können – und das haben wir gestern geschafft. Das ist einfach unglaublich gewesen und letztendlich ein verdienter Erfolg der Mannschaft, die die ganze Saison überragend gespielt hat und als echtes Team eigentlich nur ein Spiel wirklich schlecht gespielt hat – ausgerechnet in Ulm, was aber auch der tollen Leistung von Ulm geschuldet war. Es war von Anfang an ein Wahnsinnsspiel, bei dem wir das erste Viertel mit 14 Punkten gewonnen haben und zur Halbzeit dann 21 Punkte vorne lagen. Im dritten Viertel ist uns dann etwas die Zeit davongelaufen und der Gegner kam wieder bis auf 18 Punkte heran. Unser 12:0-Run brachte uns dann aber wieder zu einer 30-Punkte-Führung in der 28. Minute. In der 33. Minute übernahmen wir dann zum ersten Mal mit einem Punkt die Gesamtführung beider Spiele und es stand 81:44, ehe wir in der 34. Minute sogar mit 40 Punkten führten. Als Milicic dann in der 40. Minute noch einen Dreier traf, führten wir plötzlich insgesamt wieder nur noch mit einem… [Der Text bricht hier wie in der Vorlage ab]. Q verwandelte dann die letzten beiden Freiwürfe sicher, obwohl es nicht sein bester Freiwurftag war. Anschließend holte er noch einen Steal und das Ding war gegessen. Es war ein Wahnsinnsabend, ein unglaubliches Publikum in einer vollen Halle und ein Wahnsinnsabschluss – einfach ohne Worte. Gratulation an alle.“ Mit diesen emotionalen Worten beschrieb Teammanager Raphael Wilder das dramatische Finale auf den Rängen.
Die jungen Uuulmer traten aufgrund des parallel stattfindenden NBBL-Finales in Berlin mit nur sieben Spielern an, kämpften sich jedoch bis zum Ende durch die Partie. Namori Omog erzielte wenig später die ersten Punkte für die OrangeAcademy, doch die jungen Uuulmer fanden offensiv nur schwer ins Spiel. Nach vier Minuten lagen die Gastgeber erstmals zweistellig vorne, während die OrangeAcademy bis dahin lediglich zwei Zähler auf dem Konto hatte.
Große Zukunft für Basketballer im Revier nach dem Triumph gegen Ulm
Essen blieb auch in der Folge das tonangebende Team, sodass die Gäste mit einem deutlichen Rückstand in die erste Viertelpause gingen. Im dritten Viertel fanden beide Teams offensiv ihren Rhythmus. Namori Omog setzte für die jungen Uuulmer Akzente, doch die Miners hielten mit konsequent verwandelten Freiwürfen dagegen und bauten ihren Vorsprung Stück für Stück weiter aus. Während die OrangeAcademy insgesamt zu wenig Trefferquote entwickelte, zog Essen in den Schlussminuten des Abschnitts erstmals auf 30 Punkte davon. Am Ende reichte es jedoch nicht zum Pokalsieg, die OrangeAcademy beendet das Turnier als Vizemeister.
Bester Scorer der jungen Uuulmer war Joel Cwik mit 17 Punkten. Ebenfalls zweistellig punktete Tobias Holbach, der 11 Zähler beisteuerte. Unter den Körben überzeugte zudem Marko Dordevic mit starken 11 Rebounds. Die Dauerkarten für die ProA-Saison 2026/27 sind ab sofort erhältlich. Wer die Miners in der kommenden Saison live erleben möchte, sollte sich schnell seinen Platz sichern – denn wer jetzt nicht kommt, ist wirklich selber schuld.
