
Neuer Boden und Korbanlage in Hagen
(c) Phoenix Hagen
Der helle Wahnsinn im Ruhrgebiet, denn die Feuervögel kehren nach einem dramatischen Heimsieg endlich in die easyCredit BBL zurück. 3.145 begeisterte Fans verwandelten die Halle in ein Tollhaus.
Als um genau 21:41 Uhr die erlösende Schlusssirene in der ausverkauften Arena erklang, brachen in Hagen alle Dämme. Die Mannschaft, der gesamte Trainerstab und tausende treue Anhänger lagen sich minutenlang weinend und jubelnd in den Armen. Im alles entscheidenden fünften Match der dramatischen Halbfinalserie gegen die Eisbären Bremerhaven behielten die Hausherren die Nerven. Mit einem verdienten 85:75-Erfolg löste das Team das begehrte Ticket für das Oberhaus und zog gleichzeitig in das ProA-Finale ein.
Spannende Aufstiegsstimmung und Basketballkultur im Ruhrgebiet
Die Partie startete extrem nervös und das erste Viertel ging mit 16:17 folgerichtig an die bissigen Gäste aus dem Norden. Doch angeführt von einem überragenden Marcus Graves, der am Ende auf zwölf Punkte und neun Assists kam, bissen sich die Hagener Schritt für Schritt in die Begegnung. Zur Halbzeitpause hatten die Hausherren das Spiel gedreht und gingen mit einer knappen 40:35-Führung in die Kabine. Die Vorentscheidung fiel dann im dritten Spielabschnitt, als Phoenix defensiv mächtig anzog und den Vorsprung zweistellig ausbaute. Jedes Aufbäumen der Eisbären Bremerhaven wurde von den leidenschaftlichen Feuervögeln im Keim erstickt.
Chris Harris fand nach dem Abpfiff auf dem Parkett kaum Worte für das Erreichte. „Ein riesiges Kompliment an die Eisbären, die uns die ganze Serie über gefordert und dafür gesorgt haben, dass wir uns nie ausruhen konnten. Dieser Aufstieg ist für die Menschen dieser Stadt. Die Unterstützung hier in der Halle war von der ersten bis zur letzten Minute spürbar. Das jetzt mit all den Fans, den Partnern, unseren Familien erleben und teilen zu können, ist absolut großartig.“ Neben Graves überzeugte vor allem Bjarne Kraushaar mit 14 Zählern als bester Werfer des Abends.
Nachhaltige Sportförderung durch die Sparkasse an Volme und Ruhr
Auch abseits des sportlichen Erfolgs gab es in der abgelaufenen Saison reichlich Grund zur Freude für die gesamte Region. Bei der Aktion „Hoops For Unified“ zählte nämlich jeder einzelne Korb der Hagener Basketball-Profis für den guten Zweck. Die Sparkasse an Volme und Ruhr spendete für jeden erzielten Punkt der Feuervögel exakt einen Euro in einen großen Topf. Dieser wachsende Betrag kommt am Ende der Kooperationsmannschaft des Phoenix/TSV Unified Hagen zugute. Nach insgesamt 43 absolvierten Partien befinden sich so bereits stolze 4.044 Euro im Spendentopf für die Inklusionsarbeit.
