
DFB Pokal
Die Ziehung der ersten Hauptrunde im DFB-Pokalwettbewerb für die Spielzeit 2026/27 hat den Vereinen aus dem Ruhrgebiet durchwachsene Aufgaben beschert. Im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund wurden am Samstagabend die insgesamt 32 Paarungen ermittelt.
Als Losfee fungierte der ehemalige Spitzenschiedsrichter Deniz Aytekin, der unlängst seine aktive Laufbahn auf dem Rasen beendete. Während einige Vereine aus der Region weite Reisen antreten müssen, dürfen sich andere auf namhafte Erstligisten vor heimischer Kulisse freuen.
Für den VfL Bochum brachte der Abend ein direktes Duell mit einem Konkurrenten aus der eigenen Spielklasse. Die Mannschaft reist zur SpVgg Greuther Fürth und steht somit sofort vor einem echten Gradmesser. Die Gastgeber aus Franken sicherten sich das Ticket für die zweite Liga erst vor wenigen Tagen in einer dramatischen Relegation gegen Rot-Weiss Essen. Bochums Cheftrainer Uwe Rösler ordnete das Los als sportliche Aufgabe auf Augenhöhe ein, bei der das Team direkt wisse, wo es stehe. Auch Torhüter Timo Horn betonte, dass die Auswärtspartie in Fürth in der ersten Runde kein leichtes Unterfangen darstellt, das klare Ziel jedoch das Erreichen der nächsten Phase bleibt. Ausgetragen werden die meisten Partien im Zeitraum vom 21. bis 24. August, wobei die genauen Ansetzungen noch ausstehen.
Sonderregelung für Borussia Dortmund durch den Supercup
Eine zeitliche Ausnahme im Rahmenterminplan betrifft Borussia Dortmund. Da die Schwarzgelben am Samstag, den 22. August, den FC Bayern München zum Franz Beckenbauer Supercup im Signal Iduna Park empfangen, wird das Erstrundenspiel des BVB erst am 1. oder 2. September ausgetragen. Die Mannschaft von der Strobelallee muss dann auswärts beim Hamburger Oberligisten HEBC antreten. Das Duell gegen den Hamburg-Eimsbütteler Ballsport-Club führt den Bundesligisten somit an einem Dienstag oder Mittwoch zu einem Verein aus der fünfthöchsten deutschen Spielklasse.
Der FC Schalke 04 führt seine erste Pflichtspielreise der neuen Saison nach Sachsen-Anhalt. Die Königsblauen gastieren beim Halleschen FC, der in der abgelaufenen Spielzeit den vierten Platz in der Regionalliga Nordost belegte. Halle qualifizierte sich über den Landespokal, wo im Finale ein deutlicher Sieg gegen Germania Halberstadt gelang. Schalke wird im August in der Fremde gefordert sein, um das Ticket für die zweite Runde am 27. und 28. Oktober zu lösen. Genaue Informationen zum Ticketvorverkauf für die mitreisenden Fans wollen die Gelsenkirchener rechtzeitig über die vereinseigenen Kanäle bekannt geben.
Attraktive Heimspiele an der Essener Hafenstraße und in Duisburg
Große Vorfreude herrscht bei Rot-Weiss Essen, obwohl das Team den Aufstieg in der Relegation knapp verpasst hat. RWE empfängt im Stadion an der Hafenstraße den Erstligisten FC St. Pauli. Als Verein aus dem Amateurtopf genießt Essen das automatische Heimrecht. Marcus Steegmann, Direktor Profifußball bei RWE, bezeichnete den Bundesligisten als äußerst attraktives Los mit großer Strahlkraft und einer außergewöhnlichen Fanbasis. Das Duell soll im klassischen August-Zeitfenster stattfinden, wobei der Ticketverkauf erst nach dem Abschluss des Dauerkartenabsatzes für die neue Drittliga-Saison anläuft.
Nach einer sechsjährigen Abwesenheit kehrt auch der MSV Duisburg auf die Bühne des DFB-Pokals zurück. Die Zebras empfangen den Bundesliga-Aufsteiger SV Elversberg in der Schauinsland-Reisen-Arena. Für Duisburg ist der Club aus dem Saarland der 78. verschiedene Gegner in der eigenen Pokalhistorie. MSV-Geschäftsführer Michael Preetz rechnet mit einer Kulisse von bis zu 30.000 Zuschauern, um dem Erstliga-Debütanten einen harten Kampf zu bieten. Cheftrainer Dietmar Hirsch verbindet mit dem Los eine persönliche Geschichte, da Elversberg seine erste Trainerstation im Profifußball war. Der Verein kündigte an, Inhabern von Dauerkarten für die kommende Spielzeit der 3. Liga ein exklusives Vorkaufsrecht für die Partie einzuräumen.
