Schalke 04 gewinnt Finale gegen den VfL Bochum
(c) Christian Schnaubelt

Vor über 2.000 Zuschauenden im Vonovia Ruhrstadion liefern sich die U19-Mannschaften einen offenen Schlagabtausch. Nach einer torlosen ersten Halbzeit bringt die Effizienz nach der Pause die Entscheidung.

Die U19 des FC Schalke 04 hat das Endspiel um den Westfalenpokal am Mittwochabend, 20. Mai 2026, gegen den Rivalen VfL Bochum 1848 mit 5:2 für sich entschieden. Während die Bochumer nach einer starken Saison mit dem Viertelfinale in der DFB-Nachwuchsliga und dem Halbfinale im DFB-Pokal der Junioren den Titel verpassten, belohnten sich die Knappen für eine ebenfalls hervorragende Spielzeit. Zum alles überragenden Mann des packenden Finals im Bochumer Ruhrstadion avancierte Schalkes Luca Vozar, der nach einem torlosen ersten Durchgang in der zweiten Hälfte drei Treffer selbst erzielte und einen weiteren auflegte.

Ausgeglichener Beginn und Schalker Chancen-Hattrick vor der Pause

Bereits in den Anfangssekunden verzeichnete Mika Brocks für den S04 den ersten, wenn auch harmlosen Abschluss. In der Folge bestimmten intensive Zweikämpfe zwischen den beiden Strafräumen das Geschehen, ehe es die Hausherren in Person von Moritz Göttlicher aus der zweiten Reihe probierten (7.). Fünf Minuten später forderte dieser Schalkes Keeper Nick Bordon dann auch zu einer Parade. Wenige Augenblicke danach schloss sein Bochumer Mannschaftskollege Lumiere Santo nach einem königsblauen Ballverlust vor der Strafraumkante schnell ab. Die Elf von Chef-Trainer Norbert Elgert schüttelte sich einmal und erspielte sich nach einem schnell ausgeführten Freistoß von Jonas Zgorecki über Luca Vozar eine aussichtsreiche Flankensituation links im Strafraum, die jedoch in der Mitte keinen Abnehmer fand (19.). Auf beiden Seiten verteilte Schiedsrichter Dr. Marcel Benkhoff danach die ersten Verwarnungen: Amir El Abdouni sah für sein zu spätes Einsteigen gegen Lumiere Santo Gelb, während auf Bochumer Seite Gustav Schjott für ein ähnliches Vergehen an Luca Vozar bestraft wurde.

Die bis dahin beste Möglichkeit der Knappen gehörte Malik Tubić, der in der Box von Tim Pfeiffer bedient wurde, in Rücklage aber über das Gehäuse verzog (26.). Vorausgegangen war eine starke Balleroberung von Luca Vozar. Zehn Zeigerumdrehungen später legte der auffällige Schalker in einem Konter rechts raus auf Mika Brocks, der direkt in den Fünfmeterraum zu Malik Tubić passte. VfL-Verteidiger Daryl Brian Tschoumy Nana rettete jedoch so gerade eben vor dem einschussbereiten Angreifer. Keine 60 Sekunden später zog Tim Pfeiffer volley ab. Den Chancen-Hattrick schnürte in der 38. Minute dann abermals Malik Tubić, der per Schlenzer von links Keeper Thees Janusch in die Knie zwang. Beim Nachschuss von Silas Thier zitterte sogar der Querbalken – Luca Vozar hatte den Rechtsverteidiger bedient, der ohne zu zögern die rechte obere Ecke anvisierte. Zwei Minuten vor dem Pausenpfiff scheiterte Luca Vozar per Linksschuss nach einem ruhenden Ball aus 20 Metern erneut an Thees Janusch, sodass es torlos in die Kabinen ging.

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(c) Christian Schnaubelt

Offener Schlagabtausch und Tore am laufenden Band in Durchgang zwei

Kurz nach dem Seitenwechsel besaß Schalkes Torwart Nick Bodon im Anschluss an eine Ecke bei einem Kopfball von Gustav Schjott keine Probleme. Sein Gegenüber Thees Janusch in der 51. Minute wiederum schon: Über Silas Thier landete der Ball im Zentrum bei Luca Vozar, der aus 20 Metern den Bochumer Keeper rechts unten zum 1:0 überwand. Der S04 kombinierte sich nur sechs Minuten später zum 2:0 (57.). Mika Brocks behielt vor dem Strafraum die Übersicht und spielte rechts raus auf Jonas Zgorecki, welcher mit einem Kontakt den am zweiten Pfosten lauernden Malik Tubić bediente, der den Ball sicher im Netz unterbrachte. Durch den zweiten Gegentreffer wurden nun die Hausherren wach und reagierten prompt: Nach einer Passstaffette auf der rechten Seite bediente Janek Herzberg mit seiner Hereingabe den einlaufenden Elia-Giona Salamone, der technisch fein aus zehn Metern den Anschlusstreffer zum 1:2 erzielte (60.). Die passende Reaktion lieferte Königsblau nach 67 Minuten durch den eingewechselten Mika Wallentowitz, dessen Abschluss nach einem Pass in die Tiefe von Vozar allerdings am rechten Außennetz landete.

Anschließend ging es Schlag auf Schlag: Ein Freistoß aus dem rechten Halbfeld von Luca Vozar senkte sich am ersten Pfosten bei Ben Weber, der das Spielgerät zum 3:1 in die Maschen verlängerte (71.). Wieder nur zwei Zeigerumdrehungen später (73.) revanchierte sich Mika Wallentowitz mit einer flachen Hereingabe von rechts beim Vorlagengeber Vozar, der links im Sechzehner aus kurzer Distanz zum 4:1 einschob. Bochum gab sich jedoch nicht auf und gelang in der 80. Minute der zweite Anschlusstreffer. Der eingewechselte Amos Gerth legte für Daryl Brian Tschoumy Nana in der Schalker Box ab, und der VfL-Kapitän markierte aus 14 Metern das 4:2. Doch nur eine Zeigerumdrehung später stellte Königsblau den alten Abstand wieder her. Erst scheiterte Luca Vozar mit einem Passversuch, im zweiten Anlauf zirkelte er den Ball dann links im Strafraum ins kurze Eck zum 5:2-Endstand (81.).

U19-Chef-Trainer Norbert Elgert zeigte sich nach dem Abpfiff höchst zufrieden mit dem Auftritt der Knappen und lobte den Willen, immer weiter Tore schießen zu wollen – vor allem gegen einen bärenstarken Gegner wie den VfL Bochum. Um gegen den am Ende 5:2 zu gewinnen, brauche es laut Elgert eine herausragende Leistung.

Die Spieldaten im Überblick:

VfL Bochum 1848: Janusch – Keumo, Tschoumy Nana, Herzberg (76. Kovacevic), Isbruch (76. Blaszczyk), Fischer (46. Gerth), Salamone, Brands, Santo (46. Pick), Schjott, Göttlicher (70. van Eck)

Tore: 0:1 Vozar (51.), 0:2 Tubić (57.), 1:2 Salamone (60.), 1:3 Weber (71.), 1:4 Vozar (73.), 2:4 Tschoumy Nana (80.), 2:5 Vozar (81.)

Zuschauende: über 2.000 im Vonovia Ruhrstadion