
Konrad Klapheck Nicht von Menschenhand Fotos Leonie Joost
(c) Kreis Unna
Eine Führung im Museum Schloss Cappenberg verbindet Malerei und Literatur. Im Fokus stehen Werke von Konrad Klapheck und Texte zur Technisierung der Gesellschaft.
Am Mittwoch, 28. Januar, lädt das Museum Schloss Cappenberg zu einer besonderen Führung ein. Ausgangspunkt ist die aktuelle Ausstellung „Nicht von Menschenhand“ von Konrad Klapheck. Kunsthistorische Betrachtung wird mit literarischen Texten verknüpft. Thematisiert wird das Verhältnis von Mensch und Technik. Die Führung richtet sich an ein erwachsenes Publikum.
Konrad Klapheck machte Alltagsgegenstände zu zentralen Motiven seiner Malerei. Schreibmaschinen, Telefone oder Schuhe erscheinen in übergroßem Maßstab. Sie stehen für Ordnung, Kontrolle und Abhängigkeit in einer technisierten Welt. Seine Werke wirken kühl und präzise, bleiben dabei jedoch vieldeutig.
Dialog mit der Literatur
Die Führung trägt den Titel „Du lebloses, verdammtes Automat!“. Sie stellt Klaphecks Bilder literarischen Texten gegenüber. Autoren wie E. T. A. Hoffmann, Ludwig Tieck oder Oskar Panizza setzten sich früh mit den Chancen und Gefahren technischer Entwicklungen auseinander. Diese Texte ergänzen die Bildbetrachtung und eröffnen neue Deutungsebenen.
Im Zusammenspiel von Kunst und Literatur rückt die Frage nach den Folgen der Technisierung in den Vordergrund. Wie verändern Maschinen den Alltag und das Selbstverständnis des Menschen? Die Führung lädt dazu ein, diese Fragen kritisch zu reflektieren und historische Perspektiven mit aktuellen Entwicklungen zu verbinden.
Die Führung beginnt um 17.30 Uhr und dauert etwa eine Stunde. Die Teilnahme am Rahmenprogramm ist im Eintrittspreis enthalten. Eine Anmeldung wird erbeten per E-Mail an museum@kreis-unna.de oder telefonisch über den Besucherservice unter 02303 / 27-70 41.
