100 Jahre Castrop-Rauxel: Stadtjubiläum 2026 setzt auf Beteiligung
100 Jahre Konzept Leseplatz

(c) Stadt Castrop-Rauxel

Im Jahr 2026 feiert Castrop-Rauxel sein 100-jähriges Bestehen. Stadt, Stadtrat und Stadtverwaltung wurden am 1. April 1926 gegründet. Das Jubiläumsjahr soll die Vielfalt der Stadtteile und das gemeinsame Leben in der Stadt sichtbar machen. Im Mittelpunkt steht die Beteiligung der Bürgerschaft.

Die Stadt Castrop-Rauxel entstand 1926 durch eine kommunale Neuregelung. Zehn Gemeinden sowie ein Teil von Deininghausen wurden zu einer neuen Stadt zusammengeführt. Ziel war es, Verwaltungsstrukturen zu ordnen und wirtschaftliche sowie steuerliche Rahmenbedingungen anzupassen. Die junge Stadt zählte damals rund 54.000 Einwohner und gehörte zunächst zum Landkreis Dortmund.

Wichtige Stationen der Stadtgeschichte

Bereits 1928 wurde Castrop-Rauxel kreisfrei. Mit der kommunalen Neugliederung 1975 kam Henrichenburg hinzu, gleichzeitig wechselte die Stadt in den Kreis Recklinghausen. Heute leben rund 75.000 Menschen in 15 Stadtteilen. Castrop-Rauxel versteht sich als Wohn- und Lebensstandort zwischen Bochum und Dortmund.

Das Jubiläum knüpft nicht nur an die Stadtgründung an. Archäologische Funde verweisen auf Siedlungen aus der Antike. Urkundlich belegt ist die Geschichte des Ortes seit fast 1.200 Jahren. Die städtische Freiheit reicht mehr als 550 Jahre zurück.

Mitmach-Konzept für das Jubiläumsjahr

Das Jubiläum ist als dezentrales Fest angelegt. Vereine, Schulen, Kitas, Initiativen, Unternehmen und engagierte Einzelpersonen sind eingeladen, eigene Veranstaltungen beizusteuern. Die Stadt unterstützt dies mit Materialien wie Fahnen, Wimpeln oder historischen Informationsmodulen. Zusätzlich sind finanzielle Zuschüsse oder Auftritte von Kleinkünstlerinnen und -künstlern vorgesehen. Geplant sind insgesamt bis zu 100 Veranstaltungen.

Auch bestehende Veranstaltungen sollen unter das Jubiläumsmotto gestellt werden. Geplant sind Angebote aus den Bereichen Sport, Kultur, Feuerwehr, Demokratie und Wirtschaft. Ergänzt werden sie durch Ausstellungen, Führungen, Vorträge sowie eine Festschrift. Der Stadtrat plant zudem eine historische Sondersitzung rund um den Jahrestag der Stadtgründung.

Das Stadtjubiläum wird bewusst zurückhaltend finanziert. Grundlage ist ein Budget von rund einem Euro pro Einwohnerin und Einwohner. Ein Großteil der Mittel fließt direkt in den Mitmach-Geburtstag und damit in Veranstaltungen aus der Stadtgesellschaft.