
Gas-Ballone
69. Coupe Aéronautique Gordon Bennett in Gladbeck feierlich eröffnet
Der Verbandsstartplatz Gladbeck-Wittringen steht für neun Tage im Zentrum der internationalen Luftsportwelt: Am Donnerstagabend, den 27. August 2026, wurde dort die 69. Coupe Aéronautique Gordon Bennett feierlich eröffnet. Bei dem prestigeträchtigen Wettbewerb handelt es sich um die offizielle FAI-Weltmeisterschaft im Langstrecken-Gasballonfahren und zugleich um den ältesten und anspruchsvollsten Wettstreit der gesamten Luftfahrtgeschichte. Insgesamt 26 internationale Teams aus zwölf Nationen treten gegeneinander an, darunter drei Mannschaften aus Deutschland.
Die Spielregeln der traditionsreichen Langstrecken-Weltmeisterschaft sind seit der ersten Austragung im Jahr 1906 unverändert: Sieger ist das Team, das mit einer einzigen Gasfüllung ohne Zwischenlandung die größte Luftlinien-Distanz zum Startort Gladbeck zurücklegt. Da Gasballone über keinen eigenen Motorantrieb verfügen, entscheiden nicht Tempo, sondern fundierte Wetterkunde, taktische Höhenwechsel zur Nutzung unterschiedlicher Schichtenwinde sowie mentale Ausdauer im Korb und in den Strategieteams am Boden über Sieg und Niederlage.
Zur feierlichen Eröffnung versammelten sich zahlreiche hochrangige Vertreter aus Politik und Sport, darunter Andrea Milz, Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt des Landes Nordrhein-Westfalen, Stefan Klett, Präsident des Landessportbundes NRW und Schirmherr der WM, sowie Gladbecks Bürgermeisterin Bettina Weist. Seitens der Fachverbände begleiteten DAeC-Präsident Claus Cordes, DAeC-Generalsekretär Andreas Flegel sowie der Präsident des gastgebenden AEROCLUB | NRW, Volker A. Engelmann, den Auftakt.
Organisiert wird das weltweite Großereignis vom Freiballonsportverein Gordon Bennett 2026 e.V. unter der Leitung von Wilhelm und Sebastian Eimers. Gladbeck-Wittringen knüpft damit an frühere Erfolge an, nachdem die renommierte Trophäe bereits 2016 im Ruhrgebiet ausgefahren wurde. Das ehrenamtlich gestemmte Event unterstreicht einmal mehr die internationale Bedeutung des Standorts für den Luftsport in Nordrhein-Westfalen.
