
„Fools of Rock“
(c) Sebastian Sendlak
Rund 250 Gäste feiern im Treffpunkt Altstadt in Dorsten einen Abend mit Rock- und Metal-Klassikern. Die Band liefert Energie, trotz hörbarer Grenzen.
Im Treffpunkt Altstadt ist es laut geworden. Fools of Rock spielten vor rund 250 Besucherinnen und Besuchern ein zweistündiges Set mit Klassikern aus den 80er- und 90er-Jahren. Von der ersten Minute an stand das Publikum dicht gedrängt vor der Bühne. Viele sangen mit, andere reckten die Arme. Der Abend entwickelte schnell eine eigene Dynamik.
Zwei Stunden Rockgeschichte
Der Einstieg mit „No Easy Way Out“ setzte den Ton. Es folgten „Rock You Like A Hurricane“, „Holy Diver“ und „Eye of the Tiger“. Spätestens hier war der Saal in Bewegung. Bei „Breaking the Law“ und „Rebel Yell“ sang das Publikum lautstark mit, „Enter Sandman“ brachte noch einmal zusätzliche Wucht.
Zum Finale erklang „The Final Countdown“, als Zugabe „T.N.T.“. Nach rund 120 Minuten endete ein Konzert, das weniger Distanz als vielmehr Nähe suchte. Zwischen Band und Publikum entstand ein direkter Austausch, getragen von bekannten Melodien und klaren Gitarrenriffs.
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Zwischen Showidee und Bühnenrealität
Zwei Tänzerinnen begleiteten einzelne Songs. Die Idee fügte dem Abend optische Akzente hinzu, blieb jedoch im Hintergrund. Die Einbindung wirkte zurückhaltend, eher dekorativ als prägend für die Dramaturgie der Show.
Frontmann Michael Scheel stand im Mittelpunkt. Seine Stimme zeigte an einigen Stellen eine merkliche Rauheit. Dennoch führte er die Band sicher durch das Programm. Dank professioneller Ausbildung gelang es ihm, Schwächen auszugleichen und die Intensität zu halten. Gerade in den ruhigeren Passagen wurde deutlich, wie kontrolliert er mit seiner Stimme arbeitete.
Die Gitarrenarbeit blieb präzise, die Rhythmusgruppe sorgte für Druck. In den Soli lag eine spürbare Leidenschaft für das Material. Ein perfekter Abend für Nostalgiker des harten Rock.
Rock als gemeinsamer Moment
Fools of Rock gründeten sich während der Pandemie. Seitdem stehen sie für eine klare Linie: bekannte Songs, direkte Ansprache, viel Energie. In Dorsten zeigte sich, dass dieses Konzept trägt. Der Treffpunkt Altstadt war gut gefüllt, die Luft warm, der Applaus lang.
Der Abend machte deutlich, wie stark Live-Musik verbinden kann. Für viele war es mehr als ein Konzert. Es war ein gemeinsamer Ausflug in eine Ära, deren Sound noch immer trägt.
