62. Grimme-Preis 2026: Nominierungen stehen fest
Torsten Sträter

(c) Sebastian Sendlak

Die Nominierungen für den 62. Grimme-Preis 2026 sind bekanntgegeben worden. 71 Produktionen und Einzelleistungen konkurrieren in den Kategorien Fiktion, Information & Kultur, Unterhaltung sowie Kinder & Jugend. Elf der Nominierungen stammen von Privatsendern oder Streamingplattformen.

Die Auswahl der Nominierten spiegelt aktuelle gesellschaftliche Debatten wider, darunter Rechtsextremismus, Rassismus, Antisemitismus, Polizeigewalt, Faschismus und Wirtschaftskriminalität. Die Jurys kommen ab dem 31. Januar 2026 in Marl zusammen, um die Vergabe der 16 Grimme-Preise sowie des Preises der Marler Gruppe und des Preises der Studierendenjury zu entscheiden. Die Gewinnerinnen und Gewinner werden im März bekanntgegeben, die Preisverleihung findet am 24. April 2026 im Theater Marl statt.

Im Wettbewerb Fiktion sind unter anderem die Produktionen „Alle die du bist“ (ZDF – Das kleine Fernsehspiel), „Bis es blutet“ (ZDF/ARTE), „Call My Agent Berlin“ (Disney+), „Chabos“ (ZDF neo), „Die Affäre Cum-Ex“ (ZDF/DR), „Die Ermittlung“ (BR/WDR/ARTE), „naked“ (WDR neo/Apple TV+) und „Tatort – Dunkelheit“ (ARD Degeto/hr) nominiert. Spezialnominierungen gibt es für „Nachts im Paradies“ (Bildgestaltung, Ausstattung, Kamera) sowie für Jördis Triebel in „Marzahn, mon amour“.

Vier Kategorien und zwei Sonderpreise

Im Bereich Information & Kultur stehen Produktionen wie „ARD Story: Der Herr der Fässer – Atom-Debakel Asse“ (NDR), „Das Srebrenica Tape“ (rbb/BR/SWR/BBC Storyville/CZ TV/Al Jazeera/DW/ARTE), „Der Kinderpsychiater – Die Macht des Dr. Winterhoff“ (WDR/SWR) und „Riefenstahl“ (Vincent productions für WDR/SWR/NDR/BR) auf der Liste. Zu den Spezialnominierungen zählen „Babo – Die Haftbefehl-Story“ (Netflix) sowie Niloufar Taghizadeh (ZDF/ARTE). Besondere journalistische Leistungen werden unter anderem Golineh Atai (ZDF) und Sophie von der Tann (BR/ARD) zugeschrieben.

Im Wettbewerb Unterhaltung wurden Produktionen wie „Ein sehr gutes Quiz“ (ProSieben), „extra 3 Takeover“ (NDR), „Gerry Star“ (Prime Video) und „Sträters Problemzonen“ (i&u Studios für WDR/MDR) nominiert. Die Kategorie Kinder & Jugend umfasst Formate für Kinder wie „Die Sendung mit der Maus – Felix Nussbaum“ (WDR), „Grüße vom Mars“ (NDR/hr/KiKA/MDR) und „Sieger sein!“ (MDR/SWR/WDR). Jugendformate wie „Azubi Storys“ (WDR/NDR), „Lutwi, der Junge aus der Nordstadt“ (Ehrenfilm für WDR) und „Der talentierte Mr. F“ (MDR/ARD Kultur/BR/rbb/hr) sind ebenfalls nominiert.

WDR stark vertreten

Der WDR ist mit insgesamt neun Produktionen besonders stark vertreten. Dazu zählen in der Kategorie Fiktion die Serie „naked“, ein Psychodrama über Sexsucht und Co-Abhängigkeit, sowie der Kinofilm „Die Ermittlung“, eine Adaption des Theaterstücks von Peter Weiss über den ersten Frankfurter Auschwitz-Prozess. In Information & Kultur sind „Der Kinderpsychiater – Die Macht des Dr. Winterhoff“ und „Riefenstahl“ vertreten. Außerdem werden Kinder- und Jugendformate wie „Die Sendung mit der Maus – Felix Nussbaum“, „Sieger sein!“, „Azubi Storys“ und „Lutwi, der Junge aus der Nordstadt“ nominiert. In der Kategorie Unterhaltung ist „Sträters Problemzonen“ vertreten.

Ab dem 31. Januar kommen die Jurys in Marl zusammen, um die Vergabe der Grimme-Preise zu entscheiden. Die Gewinnerinnen und Gewinner werden im März bekanntgegeben, die Preisverleihung findet am 24. April 2026 im Theater Marl statt.