
Halde Hoheward Herten
(c) Ludger_Staudinger
Die Halde Hoheward an der Grenze von Herten und Recklinghausen soll weiterentwickelt werden. Neue Mountainbike-Strecken und ein zusätzlicher Aufenthaltsbereich sind geplant. Dafür erhält der Regionalverband Ruhr Fördermittel in Höhe von rund 1,2 Millionen Euro.
Der Ausbau der Halde Hoheward nimmt konkrete Formen an. Die Regionalverband Ruhr erhält für das Projekt eine Förderung durch die Bezirksregierung Münster. Ziel ist es, das Freizeit- und Tourismusangebot weiter auszubauen und gleichzeitig naturnahe Erholung zu ermöglichen.
Die geplanten Maßnahmen betreffen sowohl sportliche Angebote als auch Aufenthaltsqualität. Neben neuen Strecken für Mountainbikerinnen und Mountainbiker entsteht ein zusätzlicher Bereich zum Verweilen auf dem Plateau der Halde.
Erweiterung des Mountainbike-Angebots
Im Mittelpunkt steht der Ausbau des bestehenden Streckennetzes. Die Halde verfügt bereits über eine rund 6,5 Kilometer lange Mountainbike-Strecke. Diese wird nun um weitere 7,5 Kilometer ergänzt.
Damit entsteht ein Trailnetz von etwa 14 Kilometern mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Insgesamt sollen nach Fertigstellung Strecken von bis zu 27 Kilometern nutzbar sein. In Kombination mit angrenzenden Gebieten wie der Halde Hoppenbruch und dem Emscherbruch sind sogar rund 50 Kilometer möglich.
Die Erweiterung richtet sich sowohl an Einsteiger als auch an erfahrene Fahrerinnen und Fahrer.
Neuer Aufenthaltsbereich auf dem Plateau
Parallel zum Streckenausbau ist ein neuer Aufenthaltsbereich geplant. Auf dem Westplateau der Halde Hoheward entsteht der sogenannte „halden.spot“.
Der Bereich soll rund 400 Quadratmeter groß sein und terrassenförmig angelegt werden. Geplant sind verschiedene Sitzmöglichkeiten, darunter Picknick-Tische, Sitzwürfel und Liegeflächen. Perspektivisch ist auch der Einsatz von Food-Trucks vorgesehen.
Damit soll die Halde nicht nur als Sportort, sondern auch als Treffpunkt für Besucherinnen und Besucher weiterentwickelt werden.
Förderung und Zielsetzung
Die Gesamtkosten für das Projekt liegen bei knapp 1,4 Millionen Euro. Rund 90 Prozent davon werden über Fördermittel gedeckt. Die Finanzierung erfolgt im Rahmen des Regionalen Wirtschaftsförderungsprogramms des Landes Nordrhein-Westfalen.
Nach Angaben des RVR soll das Projekt die touristische Attraktivität der Halde stärken. Gleichzeitig steht die Verbindung von Freizeitnutzung und Naturschutz im Fokus. Die Maßnahmen sind Teil eines regionalen Konzepts zur Entwicklung von Haldenlandschaften im Ruhrgebiet.
Beitrag zur Freizeit- und Tourismusentwicklung
Mit dem Ausbau setzt der RVR seine Strategie fort, ehemalige Industrieflächen für Freizeit und Naherholung nutzbar zu machen. Die Halde Hoheward gehört zu den bekanntesten Landmarken im Ruhrgebiet.
Durch die neuen Angebote soll die Anlage für verschiedene Zielgruppen attraktiver werden. Neben Sport und Bewegung steht auch die Aufenthaltsqualität im Mittelpunkt.
