Neue Perspektiven für die Zeche Schlägel & Eisen in Herten
Zeche Schlägel und Eisen

(c) Sebastian Sendlak

Ein Eigentümerwechsel eröffnet neue Entwicklungsmöglichkeiten für das Industriedenkmal Schlägel & Eisen.

Die Zeche Schlägel & Eisen in Herten steht vor einem neuen Abschnitt. Teile des historischen Denkmalensembles haben den Eigentümer gewechselt. Ziel ist eine stärkere Öffnung des Areals für Öffentlichkeit und Tourismus. Der Standort soll künftig vielseitiger genutzt werden. Dabei bleibt der industrielle Charakter erhalten.

Die Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur hat das Ensemble rund um die Schächte 3 und 4 in neue Hände gegeben. Zum Verkauf gehören das Fördergerüst von Schacht 3 aus dem Jahr 1896, das zugehörige Maschinenhaus, das Fördergerüst von Schacht 4 aus den Jahren 1984/85 sowie zwei Grubenlüfter. Neuer Eigentümer ist der Unternehmer Andreas Weidner. Er ist seit vielen Jahren auf dem Gelände aktiv und betreibt dort unter anderem die Eventlocation „Schwarzkaue“.

Öffnung für Bevölkerung und Tourismus

Mit dem Eigentümerwechsel sind neue Nutzungen vorgesehen. Der Standort liegt direkt an der Radtrasse „Allee des Wandels“ und soll künftig stärker als Anlaufpunkt für Radfahrende und Besucher wahrgenommen werden. Geplant sind Aufenthalts- und Gastronomieangebote sowie Rastmöglichkeiten. Auch Stellplätze für Wohnmobile sind vorgesehen.

Ein Biergarten soll in den Sommermonaten als fester Treffpunkt dienen. Zudem ist geplant, die regelmäßige Öffnung des sogenannten „Weißen Riesen“ fortzuführen. Von der Plattform in 64 Metern Höhe bietet sich ein weiter Blick über das Hertener Umland.

Die Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur hatte das Fördergerüst Schacht 3 und das Maschinenhaus 1995 übernommen. Seitdem war sie für den Erhalt, die Sanierung und die denkmalgerechte Sicherung der Anlagen verantwortlich. Ziel war es, die Zeche als identitätsstiftenden Ort für die Region zu bewahren.

Mit der Übergabe an einen neuen Eigentümer endet diese Phase. Die Verantwortung für die zukünftige Entwicklung des Standorts liegt nun bei Andreas Weidner.

Die Zeche Schlägel & Eisen bleibt ein bedeutendes Zeugnis der Industriegeschichte im Ruhrgebiet. Der neue Eigentümer soll Ideen und Perspektiven für eine zeitgemäße Nutzung entwickeln. Im Fokus steht dabei eine Verbindung aus Denkmalpflege, Freizeitangeboten und touristischer Erschließung.