Protest gegen die geplante Wohnbebauung auf dem Erinplatz
Zeche Erin – Castrop Rauxel

In Castrop-Rauxel formiert sich Widerstand gegen neue Baupläne. Eine Petition kämpft für den Erhalt der grünen Oase an der belebten Karlstraße.

Mitten in der dicht bebauten Altstadt soll eine der letzten grünen Freiflächen für immer zubetoniert werden. Betroffen von den Plänen ist der geschichtsträchtige Erinplatz an der Karlstraße / Ecke Bochumer Straße. Die CDU möchte gemeinsam mit ihrem Kooperationspartner SPD die Verwaltung beauftragt sehen, die Fläche für eine neue Wohnbebauung zu entwickeln. Die lokalen Umweltschützer halten das jedoch für den absolut falschen Weg im Sinne der Stadtentwicklung. Für viele Menschen vor Ort ist das Areal seit Generationen ein unverzichtbarer Teil ihrer Heimat im Revier.

Wichtiger Klimaschutz auf dem Erinplatz in Castrop-Rauxel

Der Erinplatz ist weit mehr als nur eine einfache freie Fläche im städtischen Raum. Er verbessert das sensible Stadtklima in der dicht bebauten Altstadt erheblich und sorgt an heißen Sommertagen für eine spürbare Kühlung. Zudem handelt es sich um einen historischen Ort auf einem ehemaligen Friedhof mit einem über Jahrzehnte gewachsenen Baumbestand. Damit ist die grüne Anlage ein tief verwurzelter Teil der Castroper Geschichte. Für viele Anwohner ist das Areal im Alltag ein wichtiger grüner Rückzugsort.

Immer mehr wertvolle Grünflächen verschwinden in der Region zugunsten neuer, großflächiger Versiegelung. Gerade in Zeiten des spürbaren Klimawandels sollte man jedoch bestehendes Grün erhalten und neue Entsiegelungen schaffen, statt die letzten Freiräume im Ruhrgebiet zuzubauen. Bereits im zuständigen Ausschuss haben die Kritiker klar gegen diese Pläne Stellung bezogen und folgerichtig dagegen gestimmt. Besonders kritisch wird gesehen, dass die betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner vorab weder informiert noch in die Pläne einbezogen wurden.

Grüne Unterschriftenaktion für den Umweltschutz im Ruhrgebiet

Deshalb haben die Verantwortlichen die Menschen vor Ort selbst über das Vorhaben informiert und das direkte Gespräch gesucht. Daraus ist inzwischen eine erfolgreiche Online-Petition zum dauerhaften Erhalt des Erinplatzes entstanden. Unterstützer können das Begehren ab sofort auf der entsprechenden Plattform im Internet unterzeichnen. Jede einzelne Stimme zählt, um ein klares Zeichen für ein grünes und lebenswertes Castrop-Rauxel zu setzen. Die Initiatoren bitten darum, den Link fleißig mit Freunden, der Familie und den Nachbarn im Quartier zu teilen.

Bei Fragen oder Anmerkungen zum Thema ist der Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen Castrop-Rauxel, Selim Korkutan, erreichbar. Die Kontaktaufnahme kann per Mail unter selim [dot] korkutan [at] gruene-castrop-rauxel [dot] de erfolgen. Alternativ steht für den direkten Draht die Telefonnummer 0176 62672997 zur Verfügung. Jetzt hoffen die Aktivisten auf eine breite Welle der Solidarität aus der gesamten Bevölkerung des Ruhrgebiets.