
Boc-17
Hauptstrecke Deutsche Bahn
Der Ausbau der Bahnstrecke zwischen Emmerich und Oberhausen nähert sich einem Meilenstein. Eine letzte Vollsperrung steht bevor. Danach sollen erste Züge auf drei Gleisen fahren.
Die DB InfraGO steht kurz vor dem Abschluss einer zentralen Bauphase am Niederrhein. Seit November 2024 läuft ein umfangreiches Ausbauprogramm auf der Strecke zwischen Emmerich und Oberhausen. Ziel ist der dreigleisige Ausbau der Verbindung. Ab dem 20. April folgt eine letzte Vollsperrung. Mitte Mai soll der Zugverkehr wieder anlaufen.
Umfangreiche Bauarbeiten seit 2024
In den vergangenen 17 Monaten wurden zahlreiche Maßnahmen umgesetzt. Insgesamt entstanden 17,5 Kilometer neue Gleise und 25,5 Kilometer Oberleitungen.
Zudem wurden vier neue Bahnsteige in Betrieb genommen. Auf rund neun Kilometern entstanden Schallschutzwände. Auch Brückenbauwerke und Bahnübergänge wurden umfassend erneuert oder zurückgebaut.
Letzte Vollsperrung im April
Ab dem 20. April wird die Strecke erneut für mehrere Wochen vollständig gesperrt. In dieser Phase sollen letzte Arbeiten abgeschlossen werden.
Dazu zählen unter anderem weitere Gleisbauarbeiten, Brückeneinschübe sowie der Ausbau von Haltepunkten. Auch in Städten wie Dinslaken und Oberhausen laufen parallel Maßnahmen.
Drei Gleise ab Mai in Betrieb
Ein wichtiger Schritt folgt im Mai: Zwischen Voerde und Dinslaken sollen Züge erstmals auf drei Gleisen fahren.
Damit wird die Kapazität der Strecke erhöht. Die Verbindung ist Teil eines wichtigen europäischen Güterverkehrskorridors. Sie verbindet unter anderem den Hafen Rotterdam mit südlichen Regionen Europas.
Bedeutung für die Region
Die Strecke gilt als stark ausgelastet. Der Ausbau soll den Verkehr stabilisieren und Verspätungen reduzieren.
Langfristig profitieren auch Pendlerinnen und Pendler im Ruhrgebiet. Neben dem Güterverkehr wird auch der Nahverkehr entlastet.
Arbeiten gehen weiter
Auch nach Abschluss der aktuellen Bauphase wird weitergebaut. Weitere Maßnahmen sind bis mindestens 2027 geplant.
Ziel bleibt eine leistungsfähigere Infrastruktur für Personen- und Güterverkehr in der Region.
