
Teresa Wissen (l.) und Christina Hetjens vom Kreisjugendamt Wesel
(c) Pressestelle Kreis Wesel
Im Kreis Wesel haben sich erstmals die Netzwerke Kinderschutz und Frühe Hilfen gemeinsam vorgestellt. Ziel ist eine stärkere Zusammenarbeit zum Schutz von Kindern und zur frühzeitigen Unterstützung von Familien.
Fachkräfte aus vielen Bereichen sind im Kreis Wesel zu einem ersten gemeinsamen Netzwerktreffen zusammengekommen. Eingeladen hatten die Netzwerke Kinderschutz und Frühe Hilfen des Kreisjugendamtes Wesel. Im Mittelpunkt stand der Austausch über bestehende Angebote. Zudem ging es um neue Formen der Zusammenarbeit. Künftig sollen die Netzwerke regelmäßig tagen.
Austausch zwischen vielen Institutionen
Am Mittwoch, 14. Januar 2026, trafen sich Vertreterinnen und Vertreter aus Jugendamt, Schulen, Kitas, Beratungsstellen und Gesundheitsdiensten zu einer Auftaktveranstaltung. Auch Akteure aus der Erziehungs- und Drogenberatung nahmen teil. Ziel war es, die beteiligten Institutionen miteinander zu vernetzen und bestehende Kontakte zu vertiefen.
In Arbeitsgruppen stellten die Teilnehmenden ihre Angebote vor. Gleichzeitig wurden Ideen entwickelt, wie die Zusammenarbeit im Kinderschutz und in den Frühen Hilfen verbessert werden kann. Der Fokus lag auf einem niedrigschwelligen Austausch zwischen den Berufsgruppen.
Zusammenarbeit als Schlüssel im Kinderschutz
Christina Hetjens, Koordinatorin des Netzwerks Kinderschutz im Kreis Wesel, betonte die Bedeutung der Vernetzung. Entscheidend sei, dass sich alle beteiligten Stellen kennen und im Ernstfall schnell handeln können. Kinderschutz und Frühe Hilfen hätten unterschiedliche Schwerpunkte, ergänzten sich jedoch im Gesamtsystem der Kinder- und Jugendhilfe.
Auch Teresa Wissen, Koordinatorin des Netzwerks Frühe Hilfen, hob den Mehrwert der Zusammenarbeit hervor. Die Frühen Hilfen seien im Kreis Wesel seit vielen Jahren etabliert. Durch die enge Kooperation mit dem Netzwerk Kinderschutz könne der präventive Ansatz weiter gestärkt werden. Der Fokus liege auf früher Unterstützung von Familien.
Nach dem Auftakttreffen sollen künftig regelmäßige Netzwerktreffen stattfinden. Ziel ist es, den fachlichen Dialog dauerhaft zu etablieren und die Zusammenarbeit im Kreis Wesel kontinuierlich auszubauen.
