Zwei Landespreise für Kulturelle Bildung gehen in den Kreis Wesel
Kreishaus Wesel

Hamminkeln und Kamp-Lintfort werden mit dem Landespreis für Kulturelle Bildung des Landes NRW ausgezeichnet.

Zwei Kommunen aus dem Kreis Wesel erhalten den Landespreis für Kulturelle Bildung des nordrhein-westfälischen Ministeriums für Kultur und Wissenschaft. Ausgezeichnet werden Hamminkeln und Kamp-Lintfort für ihre kommunalen Konzepte und Kooperationsmodelle. Die Preisvergabe würdigt nachhaltige Netzwerke zwischen Kultur, Bildung und Jugendarbeit. Ziel ist die kulturelle Teilhabe von Kindern und Jugendlichen. Mit den Auszeichnungen sind Fördermittel verbunden.

Auszeichnung für Hamminkeln

Die Stadt Hamminkeln wird für ein umfassendes kommunales Gesamtkonzept geehrt. Dazu zählen Musikworkshops in Kindertagesstätten, JeKits-Angebote in Grundschulen sowie das Projekt „Kultur geht baden“, das kreative Formate in das örtliche Freibad bringt. Eine zentrale Rolle spielt das Schloss Ringenberg, das als kultureller Treffpunkt dient und über das Landesprogramm „Dritte Orte – Häuser für Kultur und Begegnung im ländlichen Raum“ gefördert wird.

Für ihr Konzept erhält die Stadt Hamminkeln eine Förderung in Höhe von 15.000 Euro.

Kamp-Lintfort setzt auf Demokratiebildung

Auch Kamp-Lintfort wird für sein Engagement in der Kulturellen Bildung ausgezeichnet. Die Stadt beteiligt sich unter anderem an den Landesprogrammen „Kultur und Schule“ sowie „Kulturrucksack“. Über den Verein Kulturprojekte Niederrhein fanden beispielsweise Begegnungen zwischen Schülerinnen und Schülern und jüdischen sowie muslimischen Studierenden aus Israel statt. Themen waren Holocaust und Erinnerungskultur.

Diese Angebote sollen insbesondere im Bereich der Demokratiebildung weiterentwickelt werden. Dafür stellt das Land Nordrhein-Westfalen 60.000 Euro zur Verfügung.

Landespreis würdigt Kooperationen

Mit dem NRW-Preis „Kulturelle Bildung“ werden seit 2007 kommunale Kooperationen ausgezeichnet, die Kindern und Jugendlichen einen aktiven Zugang zu Kunst und Kultur ermöglichen. Im Mittelpunkt stehen langfristige Zusammenarbeit, Beteiligung junger Menschen sowie barrierearme Angebote. Voraussetzung ist die Kooperation von mindestens zwei Partnern aus den Bereichen Kultur, Bildung oder Jugendarbeit.

Ziel ist der Aufbau nachhaltiger Strukturen vor Ort, die kulturelle Bildung unabhängig von Herkunft oder Wohnort ermöglichen.